Die Kirchengemeinde in der Corona-Krise

Das öffentliche Leben in unserem Land steht still. Sozialkontakte sollen nach Möglichkeit vermieden werden. Ziel ist vor allem, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verzögern und besonders gefährdete Personen zu schützen.

Unter normalen Umständen ist die persönliche Gemeinschaft unterschiedlicher Menschen ein Kernmotiv unseres kirchengemeindlichen Lebens. Jetzt in der aktuellen Krisensituation gelten andere Rahmenbedingungen. Gottes Liebe und Nähe zu den Menschen muss sich jetzt anders zeigen. Als Kirchengemeinde wollen wir „der Stadt Bestes suchen“ (vgl. Jeremia 29,7) und gemeinschaftliches Leben schützen. Deshalb tragen wir unseren Teil dazu bei.

Bis vorerst Sonntag, 19. April 2020 entfallen alle offiziellen Veranstaltungen der Kirchengemeinde.

Dieser Verzicht beinhaltet auch die Gottesdienste in ihrer ursprünglich geplanten Form. Trauergottesdienste finden statt, eventuell in veränderter Form.

Das Gemeindehaus Oase wird im genannten Zeitraum nicht vermietet.

In den nächsten Wochen möchten wir neue Möglichkeiten entwickeln, Gott zu begegnen und füreinander da zu sein, gerade in der Passions- und Osterzeit. Zugleich ermutigen wir dazu, die überregionalen kirchlichen Angebote im Radio, im Internet usw. zu nutzen. Damit setzen wir der äußerlichen Vereinzelung ein neues Wir-Gefühl entgegen. Wir freuen uns über alle, die dabei ihre Ideen und Fähigkeiten einbringen. Einzelheiten dazu geben wir auf den bekannten Wegen nach und nach bekannt.

Unser Gebet gilt allen Erkrankten, allen, die sich für sie und uns einsetzen, und allen, die in diesen Tagen wichtige Entscheidungen treffen.

Murr, im März 2020
Der Kirchengemeinderat der Evangelischen Kirchengemeinde Murr an der Murr